Über mich…

 

“Verändere deine Gedanken und du veränderst deine Welt.“

Norman Vincent Peale

Im Alter von drei Jahren wurde ich krank. Ca. alle 10 Tage wurde mir übel und meine verzweifelten Eltern unternahmen alles um herauszufinden, was mit mir los war.

Bis zur Pubertät hatte ich keine Kopfschmerzen. Daher hat sich der Fokus meiner Eltern auf die immer wiederkehrende Übelkeit konzentriert. Meine Mama hat sich oft den Kopf zerbrochen, was mich überfordert, aufgeregt oder gestresst haben könnte.

Doch trotz aller Bemühungen blieb mein Zustand unverändert und ließ meine Familie in einem Zustand der Ohnmacht und Hilflosigkeit zurück.

Meine Eltern haben vieles probiert. In den frühen Neunzigern hat keiner über „Clean Eating“ gesprochen. Gemacht haben wir es trotzdem. Meine Eltern haben für mich zuckerfrei gekocht, mein Vater sogar Ketchup und Senf ohne Zucker für mich hergestellt.
Das Resultat? Ich hatte meine Übelkeitsanfälle statt alle zehn Tage – nur noch alle elf Tage!

Die Frage ist: Steht der Aufwand dafür? Wenn man meine Eltern fragt, lautet die Antwort: JA!

Natürlich konsultierten meine Eltern auch alle möglichen Ärzte – leider war auch das vergebens.

Das Familienleben musste sich meiner mysteriösen Erkrankung unterordnen, Ausflüge und Urlaube wurden zu großen Herausforderungen, der Alltag war geprägt von Wachsamkeit und der Angst vor dem nächsten „Anfall“.

Schon bald merkte ich selbst, wenn wieder ein Anfall bevorstand, sagte aber nichts. Ich wollte nicht schon wieder einen schönen Nachmittag mit meiner Familie ruinieren, eine Urlaubsfahrt stören oder Unruhe in unseren Alltag bringen.

Ich wurde dann immer ruhiger, immer schläfriger. Meine Eltern fragten nach, ob es mir gut gehe und sagte ja. Ich hoffte jedes Mal aufs Neue, dass es irgendwie vorbeiginge. Bis es dann zu spät war. „Nicht schon wieder!“, dachte ich nur total verzweifelt, wenn ich mich wieder übergeben musste.

Heute weiß ich: Hätte ich früher etwas gesagt, hätten meine Eltern früher reagieren können. Doch aus falscher Rücksichtnahme und dem Wunsch, „normal zu sein“ und nicht aufzufallen, schwieg ich.

 

Als ich 18 war, kam uns der Zufall zu Hilfe. Mein Vater kam mit einem Neurologen ins Gespräch, und wie das Leben so spielt, kam die Sprache auf mich. Dieser Arzt schaltete rasch. Ihm waren die beschriebenen Symptome wohlbekannt und er riet meinem Vater, rasch für mich einen Termin bei ihm auszumachen. So bekam ich endlich meine Diagnose: Migräne mit Aura!

Endlich Klarheit – und zumindest die Chance, die richtigen Medikamente nehmen zu können, welche die Anfälle etwas milderten.

Meine Studienzeit war geprägt von hoher Belastung, ständigem Stress und einer immer größeren Anzahl von Tabletten, um trotz der immer stärker auftretenden Kopfschmerzen leistungsfähig zu bleiben.

Nach meinem abgeschlossenen Wirtschaftsstudium ging ich als Trainee in den Handel, stieg aber bald zur Führungskraft mit MitarbeiterInnenverantwortung auf. Danach war ich im Recruiting und in der Personalentwicklung tätig. 6-Tage-Wochen waren in den ersten Jahren meiner Berufstätigkeit keine Seltenheit, danach absolvierte ich noch berufsbegleitend ein Post-Graduate-Studium.

Gearbeitet habe ich immer viel, meistens zu viel.

Denn trotz Migräne – oder gerade deswegen – wollte ich alles perfekt machen, perfekt sein. Dass diese Einstellung die Symptome noch verstärkt hat, weiß ich heute.

Mein eigener Weg zurück zu einem selbstbestimmten Leben trotz Migräne, alle die Stationen, die Hilfen, die ich in Anspruch genommen habe – das alles habe ich nicht umsonst auf mich genommen, weil ich heute Sie dabei unterstützen kann, Ihren Weg zu finden.

 

Ich kenne den Druck zu funktionieren zu müssen, das Gefühl unabkömmlich zu sein, selbst die höchsten Ansprüche an sich selbst zu stellen, die Wut auf den eigenen Körper – ich kenne aber mittlerweile auch Strategien, um damit umzugehen. Und mit dieser fachlichen Expertise und meiner langjährigen Erfahrung als Betroffene möchte ich auch Sie dabei unterstützen wieder mehr Lebensqualität erfahren zu können.

Denn erst durch die Akzeptanz meiner selbst und meiner Bedürfnisse, durch das liebevolle Annehmen der Migräne anstatt des Kampfes dagegen konnte sich für mich und meine Familie etwas ändern.

Heute helfen mir meine Erfahrungen als Führungskraft, die Mitarbeiterverantwortung und das Konzernleben dabei, Strategien zu entwickeln, die auch für das „reale Leben“ und im Unternehmenskontext einsetzbar sind. Und heute kann ich für beide Seiten – ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber – realistische und umsetzbare Tipps geben.

Es gibt ihn, den gesunden Weg. Wir können mithilfe mentaler Strategien trotz Migräne im Job und Familienleben leistungsfähig bleiben.

 

Meine Freizeit nutze ich, um mit meinem Mann Christian und unserem Australian Shepherd namens Gizmo in der Natur spazieren zu gehen. Ich liebe es, mit dem Rad zu fahren oder in der Lobau laufen zu gehen. Gerade das Leben mit Migräne hat mich gelehrt, für jeden lebendigen Tag dankbar zu sein!

Die Häufigkeit und die Stärke meiner Anfälle hat sich auf ein Minimum reduziert und ich habe mir aktiv ein Netz geschaffen, das mich auffängt, wenn ich (aus)falle.

Heute kenne ich die mentalen Möglichkeiten, um einer akuten Migräne-Situation schon vor dem Ausbruch die Spitze zu nehmen. Und meine Eltern würden viel dafür geben, dieses Wissen auch schon damals gehabt zu haben! Das ist mit ein Grund, warum ich beschlossen habe, andere Menschen mit Migräne zu unterstützen und ihnen Wege zu zeigen. Wege aus dem Kreislauf von Anfall, Scham, Selbstvorwürfen und der Wut auf den eigenen Körper.

 

Ich möchte auch Sie dabei unterstützen, Ihre eigenen Selbsthilfestrategien zu entwickeln, um selbstbestimmt mit der Migräne zu leben anstatt gegen sie.

Qualifikationen

  • Betriebswirtschaft, Wirtschaftsuniversität Wien
  • MSc. Mentalcoaching, Paris Lodron Universität Salzburg
  • Dipl. Lebensberater, Mentalcollege Bregenz
  • Unternehmensberater einschließlich der Unternehmensorganisation eingeschränkt auf operative Unternehmensführung, Personalwesen, Marketing und Vertrieb
  • Gender & Diversity zertifiziert
  • Führungs- und Konzernerfahrung, mehrjährige Berufserfahrung im Personalbereich und Vertrieb
Menü